Das ist Wahnsinn….

Mal ganz abgesehen davon, dass heute Asi-Tag bei uns war (Hölle, hölle, hölle,… ;) ), stelle ich den heutigen Blogeintrag unter den Titel Wahnsinn. Es ist Wahnsinn, dass heute unsere letzte Schulwoche begonnen hat! Und es ist auch Wahnsinn, dass ich heute fast 400 Besucher hatte! 400! Damit bin ich dann mal gleich unter die Top 7 der am meisten wachsenden Blogs heute gekommen auf wordpress.com! o_O Oh, mann! Abiwissen scheint im Moment voll gefragt zu sein was :P Wenn ich vor nem Jahr ne Gedichtinterpretation ins Inet gestellt hätte hätte das wohl kaum jemandem hinterm digitalen Ofen hervorgelockt. Krass! Und noch was ist Wahnsinnig geil: Mit Puschen durch die Schule laufen rockt einfach so dermaßen! :D  Ich liiiieeebeee Motto-woche. Morgen: Auf in die 80er! :)

Es grüßt,

Eure wahnsinnige Abistokratin

P.S.: Achja, hätt ich fast wieder vergessen: Danke an alle Kommentatoren für das ganze Lob! Freu mich immer sehr! ;)

Epochen des Expressionismus (1905-1925)

  • Unruhe und Weltmüdigkeit
  • Auffassung von Ereignissen, wie Titanic (1912) oder der Halleysche Komet als (nahe) Apokalypse
  • Verlorener Glaube an Sicherheit durch Technik uns Tradition
  • Sinnverlust und Angst. Motive: Großstadt, Weltende, Krieg
  • Faszination des Expressionismus: Lärm, Enge, Schmutz, Reizüberflutung
  • Darstellung: Prägung der menschlichen Seele, groteske Verfremdung, visionäre Schau
  • Gewaltsame kriegerische Zerstörung der alten Ordnung (Krieg heroisiert vor dem ersten Weltkrieg 1914-1918).
  • Viele fielen im ersten Weltkrieg in den sie zogen, weil sie ihn als Aufbruch der Gesellschaft sahen, das die Welt erneuern sollte. Meist desillusionierte der Krieg sie. 
  • Neue Lebens- und Ausdrucksformen wachsen

 Mittel des Expressionismus:

  • Groteske Verfremdung
  • Gewohnte Bilder werden aufgelöst
  • Wiedergabe der Vielfalt der Eindrücke (Simultantechnik)
  • Themenwahl: Großstadt, Krieg, Weltende, Naturkatastrophen
  • „Aufstand mit Hass, mit Zerschleuderung der Sprache zur Zerschleuderung der Welt“
  • Dichtung (Worte) sollen Menschen wachrütteln
  • Aufbrechen grammatischer Strukturen, Wortneuschöpfungen, Disparität
  • Ironie und Distanz als Mittel um umfassende Bedrohung anzuzeigen und zur Verarbeitung der eigenen Angst/Verzweiflung („Galgenhumor“)
  • Objekte werden Personifiziert, Personen objektiviert
  • Farbsymbolik spielt eine wichtige Rolle

 Drei verschiedene Gedichte des Expressionismus:

  • Weltende (Jakob van Hoddis 1911) – Ironisch, distanzierte Haltung, Apokalypse, Stadt
  • Der Krieg (Georg Heym 1911) – positive Vision „Krieg“ vom heroischen Umsturz
  • Grodek (Georg Trakl 1914) – negative Sichtweise auf den Krieg nach Kriegerlebnis am Schauplatz Grodek

Vertreter der Epoche:

  • Else Lasker-Schüler
  • August Stramm
  • Georg Kaiser
  • Ernst Stadler
  • Franz Kafka
  • Georg Heym
  • Georg Trakl
  • Jakob van Hoddis
  • Franz Werfel

Kurzurlaub!

Da meine Ferien ja die meiste Zeit dem Lernen gewidmet war kamen mir die Ferien gar nicht so recht wie Ferien vor. Freitag war ich voll demotiviert und konnte nicht mehr. Also hat mein Freund mich dazu überredet Samstag mal auszuspannen und wir waren schwimmen und ich sag euch: Macht mal ne Pause! Es gibt nichts besseres mal von zu Hause weg zu kommen und gar nicht mehr ans Lernen zu denken.

Hab neue Kraft geschöpft und freu mich jetzt morgen auf unsere letzte Schulwoche: Auf zum Asi-Tag ^^

Es grüßt,

die Abistokratin

Erschöpft!

Ich freu mich das erste mal nicht so richtig darüber, das schon Freitag ist. Warum gehen die verdammten Schulwochen soviel langsamer um?

Ich bin irgendwie total erschöpft vom lernen. Ich will nicht mehr und dabei weiß ich, dass es noch die nächsten zwei Wochen so weitergehen wird, bis die Bioklausur geschrieben ist. Und dann darf ich mich nochmal ans Lernen für die mündliche prüfung in Reli setzen. Irgendwie glaube ich nicht, dass das Zentralabitur schwer wird und vertraue da ziemlich in meine Fähigkeiten. Aber andererseits ist es DAS Abitur. Da ein Blackout zu haben oder ein Thema nicht gutgenug zu können, könnte schwere Konsequenzen haben… glaube ich.

Alles in allem bin ich erschöpft und werde trotzdem von meiner Angst weitergetrieben zu lernen. Ätzender Zustand.

Geht es euch dadraußen auch so? Oder seid ihr zuversichtlicher?

Es grüßt euch,

die Abistokratin

Formen von erörterndem Schreiben

Feuilleton

  • Kultur- und Unterhaltungsteil der Zeitung
  • Enthält: Kritiken, Aufsätze für vielschichtiges Publikum, gesellschaftskritische Betrachtungen, Buchbesprechungen, Reiseberichte, Gedichte, Fortsetzungsromane
  • Unterhaltung mit dem Leser in geistreichem witzigen Plauderton
  •  Selbstgefällig oder oberflächlicher Ton = (abwertend) Feuilletonistismus

 Essay

  • Freie Form des Erörterns: keine feste Form oder Gestalt vorhanden
  • Essay kommt von „essayer“ = Versuch. Kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit
  • Schriftliches festhalten von Gedankenexperimente
  • Spiel mit der Sprache: Reihung subjektiver Assoziationen
  • Essays verzichten auf wissenschaftlich genaue Analytik
  • Spiegelt persönliche Sicht des Autors wieder
  • Geistreiche und anspruchsvolle Betrachtungsweise, trotzdem leicht verständlich

 Glosse

  • Sehr subjektiver, oft polemisch zugespitzter Kurzkommentar
  • Ziel: Belustigung der Leser, will aber auch nachdenklich stimmen
  • Sprachliche Kennzeichen: Neologismen, Anspielungen, Doppeldeutigkeiten und Bilder, oft mit ironischem Unterton. Sprachschichten werden gemischt.
  • Die Glosse endet oft mit einer Pointe und ist relativ kurz

 Kommentar

  • Wiedergabe von Fakten, anführen von Argumenten, fällen eines Urteils
  • Zahlenmaterial und konkrete Angaben stützen dies
  • Wertungen treten sprachlich deutlich hervor
  •  Intention ist es zu Informieren und die Lesermeinung zu beeinflussen

Argumentation in Sachetxten

Argumenttypen

  •  Faktenargument
  • Normatives Argument
  • Autoritätsargument
  • Analogisierendes Argument
  • Indirektes Argument

 Argumentationsstrukturen  

A) dialektisch – lässt Gegenargumente zu, meist um diese zu 
                            widerlegen
B) steigernd – Gegenmeinungen werden nicht mit einbezogen   

Sprachliche Stile

  •  dichterisch
  • fachsprachlich / wissenschaftlich
  • gehoben
  • amts- oder behördensprachlich
  • umgangssprachlich
  • salopp
  • polemisch
  • jargonhaft
  • derb/vulgär

Sachtextanalyse

Einleitung(ssatz)

  • Äußere Textmerkmale: Autor, Titel, Text, Textsorte, Erscheinungsort, -zeit, Adressaten
  • Angabe des Themas / der These
  • Knappe Einordnung des Textes in größeren Zusammenhang bzw. Problemfeld

 Hauptteil  

Wiedergabe des Inhalts:

  • Knappe Textzusammenfassung, Wiedergabe der Hauptthesen,
  • in eigenen Worten unter Gebrauch des Konjunktivs um Fremdaussage zu kennzeichnen.

 Analyse der Struktur und Darbietung:

  • Inhaltliche und gedanklich-argumentative Struktur des Textes erarbeiten
  • Makrostruktur
  • Mikrostruktur
  • Sprachliche und Formale Gestaltung gewisser Aussagen
  • Sachlogische Zusammenhänge von Textteilen (These, Argument, Beispiel, Schlussfolgerung)
  • Differenzierung zwischen Sachaussagen und Bewertung des Autors
  • Wirkung und Wirkungsabsicht der Textteile, Stilmittel

 Schlussteil

  • Formulierung einer Stellungnahme bezogen auf
  • Im Text vertretene Position
  • Schlüssigkeit der Argumentation
  • Zielsetzung des Textes
  • Überzeugungskraft
  • Machart
  • Aufzeigen von möglichen Schlussfolgerungen die sich aus dem Text ergeben

 Sonstiges:

  • Sachlicher Sprachstil und Fachausdrücke
  • Korrektes Zitieren und Konjunktivgebrauch
  • Sachtextanalyse im Präsens  

Medien und ihr Einfluss auf die Gesellschaft

Hier ein Referat von mir und einem Mitschüler zum Thema Medien und Medienmanipulation:

Funktion der Massenmedien

  • Primäre Funktionen: (Programmauftrag, journalistisches Selbstverständnis)
    Information, Unterhaltung, Kritik oder Hilfe bei der Meinungsbildung.
  • Subsidiäre Funktionen: (sind nicht beabsichtigt)
    - Medienkonsum ersetzt zwischenmenschliche Kommunikation und
    - stellt durch „Bescheidwissen“ soziales Ansehen her.

 Informationsfunktion
Die Informationsfunktion ist die wichtigste Funktion der Massenmedien:

  • Medien vermitteln Wissen und Erfahrungen, die wir nicht persönlich machen können, z.B. weil wir nicht vor Ort sein können.
  • Die Massenmedien sorgen dafür, dass die Menschen die wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und politischen Zusammenhänge begreifen, die Demokratie verstehen und über Politik so unterrichtet sind, dass sie selbst aktiv daran teilnehmen können.

 Forderungen an die Massenmedien die sich daraus ergibt:

  • Bemühen um Vollständigkeit: Alle Interessengruppen innerhalb der Gesellschaft sollen zu Wort kommen. Zudem müssen sie objektiv und verständlich berichten.

 Funktion für das politische System
Die politischen Funktionen sind als öffentliche Aufgabe in § 3 der Landespressegesetze festgeschrieben: Die Presse erfüllt eine öffentliche Aufgabe, wenn sie in Angelegenheiten von öffentlichem Interesse Nachrichten beschafft und verbreitet, Stellung nimmt, Kritik übt oder auf andere Weise an der Meinungsbildung mitwirkt. 

  • Medien stellen Öffentlichkeit her:

- Die Massenmedien vermitteln die Stimmung in der Bevölkerung und sind umgekehrt Sprachrohr für die Parteien.   
- Erwartungen der Bürger werden thematisieren       
- sowie Entscheidungen des politischen Systems
à Teilnahme der Bürger am politischen Prozess wird ermöglicht  

  • Die Medien haben eine Kritik- und Kontrollfunktion:

- Möglichkeit zur Kritik an den Machtträgern: Opposition und anderen Interessengruppen können sich öffentliches Gehör verschaffen.           
- Medien kritisieren und kontrollieren selbst Staat, Gesellschaft oder
andere Presseorgane, z. B. durch investigative Recherchen oder Kommentare zu aktuellen Themen. à Medien als vierte Gewalt im Staat. 

Funktion für das ökonomische System
- Medien fungieren als Motor für den Wirtschaftskreislauf durch Werung/Werbeanzeigen    oder auch durch Beiträge (z.. über Modetrends)
- Gefahr durch Einfluss der Wirtschaft an Unabhängigkeit und Seriosität 

Funktion für die Gesellschaft
- Vermitteln, Rollenverhalten, gesellschaftliche Werte und Normen(Sozialisationsfunktion)
- Erholungsfunktion und Flucht aus der Realität (Eskapismus) 

Manipulation durch Medien 

  • ist die verzerrte Darstellung der Realität, durch eine bestimmte Vorauswahl bzw. die Art der Berichterstattung von Journalisten und Nachrichtenproduzenten.
  • sowie die daraus folgende verzerrte Wahrnehmung der Medienkonsumenten.
  • Abzugrenzen von der faktischen Fälschung (also z. B. Inszenierung von Bildmotiven oder nachträgliche Manipulation von Fotografien oder Videos).
  • Medienmanipulation durch den Staat ist in Ländern mit staatlich gelenkter Presse üblich. (Zensierung, keine Pressefreiheit)  
  • Mögliche Manipulatoren: Journalisten, Verlage/Eigentümer, Werbeindustrie, aber auch Parteien, Lobbies, Verbänd
  • Manipulation ist oft ein Vorwurf gegen Medien, die eine andere Meinung, als die eigene, vertreten. Beispiele hierfür sind: 
     - Vorwurf von Kurt Ziesel („Die Meinungsmacher“) die Zeit sei das Organ des Rufmordes und der Manipulation.
    - Günter Wallraff („Der Aufmacher“) bezeichnet die Manipualtion der Bild als das „Bild-System“

 Methoden:
Eine absoluten Objektivität und Neutralität der Medien ist unmöglich. Eine gewisse Manipulation ist also bei einer Darstellung schon aus technischen Gründen unvermeidbar. 
Selektion:
Durch masse an Nachrichten und Informationen muss eine Vorauswahl getroffen werden. Durch einseitige Selektion kann ein Zerrbild der Realität entstehen.  
Tendenziöse Berichterstattung:
Journalisten müssen unterschiedlichen Positionen und Argumenten eine Gewichtung geben, um unterschiedliche Relevanz deutlich zu machen.Eine falsche, verzerrte Gewichtung bezeichnet man als tendenziöse Berichterstattung. Allerdings können Medien bewusst Position beziehen, dann ist ihre Berichterstattung nicht manipuliert sondern ein Ausdruck der Meinungsfreiheit der Redaktion.  
Manipulation durch Sprache:
Negative oder positiv belegte Begriffe bewusst nutzen, um eine Sache in ein bestimmtes Licht zu Rücken.  

Maßnahmen gegen Manipulation:

  • Ehrenkodex von Journalistenverbänden (Pressekodex) regeln, dass nicht gegen die Berufsethik der Journalisten verstoßen wird.
  • Gesetzliche Regelungen um für Ausgewogenheit zu sorgen/zu erzwingen
  • Medienwettbewerb/konkurrenz sorgt für Gegenöffentlichkeit

   Mediendemokratie  

Politische Entscheidungen/Aussagen/Präsentationen orientieren sich an Massenmedien/Zuschauern
à politische Veranstaltungen werden teilweise zur Inszenierung/Show     (Fernsehduelle,Wahlparteitage)
à politische Themen werden sogar an Massenmedien angepasst 

Medien als „vierte Gewalt“ (Kontrollinstanz):
-         bilden Schnittstelle zwischen Bürgern und Politik durch Berichterstattung-         überwachen Politiker durch Rechercheà  verhindern politischen Machtmissbrauch 

private Medienanstalten:
- auf hohe Quoten, d.h. Zuschauer, angewiesen
- Themen werden vereinfacht präsentiert, müssen für ein breites Publikum zugänglich seinà reißerische Schlagzeilen -> Blickfänge (auch zB Boulevardzeitungen mit großen Überschriften) 

Watergate-Affäre als Beispiel des Triumphs einer „vierten Gewalt“: 
Reihe von Missbräuchen von Regierungsvollmachten (1969 -1974)à Richard Nixons (Republikaner) Rücktritt Beginnt mit dem Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex (Hauptquartier der demokratischen Partei), bei dem 5 Männer verhaftet wurden, die Wanzen anbringen und Dokumente fotografieren sollten. Das FBI fand bei Ermittlungen Beweise, die bis Nixon zurückgeführt werden konntenErmittlungen der Justiz wurden verzögert, bzw. teilweise sogar verhindertà Vertrauenskrise der Staatsführung und der Bürger. 
Washington Post vermutete schon 1972 eine große Verschwörung, bekam dafür im Nachhinein den Pulitzer Preis. 

Vieles hier stammt auch von der lieben Wiki ;) (Also Wikipedia).  

Oh mein Gott! ^^

Die Zahl der Blogbesucher wächst und wächst in den letzten Tagen, das ist unglaublich o_O Am Dienstag hatte ich 71 hits, am Mittwoch haben dann schon 128 Leute meinen Blog angeklickt und heute sind es schon über 260 !!! Wahnsinn. Ich hätte auch nicht gedacht, dass google meinen Blog so oft anzeigt. Auf jeden Fall freu ich mich, wenn das hier nicht umsonst ist. In Deutsch bin ich bis auf die Sprachtheorien mit den Wiederholen durch, denke ich. Vielleicht beschäftige ich mich nochmal mit in paar anderen Epochen als Realismus, Aufklärung und Barock. Expressionismus haben wir im Unterricht noch gemacht und das offene Drama sollte ich dem geschlossenen noch gegenüberstellen. Ich danke allen, die mir einen Kommentar hinterlassen haben.
Mein Freund hat mir heute einen Ticker eingebaut. Aber der ist nicht wirklich ermutigend ^^“ Es sind nur noch 11 Tage bis zur Deutsch Abiprüfung. Ab morgen sind es noch zehn. Puh! Immerhin hält mich der Ticker an, jetzt noch mal in den Endspurt zu gehen.

Allen die mit mir noch verzweifelt lernen wünsche ich weiterhin viel Erfolg  ;)

Es grüßt auch heute wieder,

Die Abistokratin

Medientheorien (90er)

Pierre Bourdieu „Über das Fernsehen“ (1996) S.452

  • Fernsehen habe ein faktisches Monopol bei der Bildung eines Großteils der „Hirne“
  • Das Fernsehen macht weichgespülte, nichtssagende, unkontroverse Nachrichten zum Thema und klammere für den Staatsbürger relevante Informationen aus.
  • Er sieht die Tendenz zur Spaltung der Gesellschaft: Auf der einen Seite die Leser der „seriösen“ und internationalen Presse und auf der anderen Seite die Zuschauer von Fernsehnachrichten die mit ihren „Vermischten Meldungen“ nichtssagend seien und somit keine Basis an politischem Wissen für den Bürger liefern.
  • Politische Gefahr: „Effet réel“, d.h. der Zuschauer glaubt, was er gezeigt bekommt. Auch kann das Fernsehen Gedanken und Vorstellungen wie Rassismus durch Implikationen fördern. Fernsehen zeigt nicht Wirklichkeit, es schafft sie.
  • Durch breites Publikum wird das Programm an alle angepasst und kann somit niemals kontroverse bieten, kann keine Revolution hervorbringen. Das Programm wird allerdings nicht von „oben“ gesteuert, sondern durch die Zuschauer selbst.
  • Es würden nur „Gute Gefühle“ gezeigt, die zwar für schlechte Literatur aber für gute Einschaltquoten sorgten, es gäbe im Fernsehen nur konstruierte Probleme. 
  • Fernsehen als Moralapostel, das eine typisch kleinbürgerliche Moral verkündet und bestimmt „was zu halten“ ist von den „Problemen der Gesellschaft“
  • Arrogante Haltung: hält sich durch Lesen von „seriöser“ Presse für was Besseres, sieht Zuschauer als dumm und „kleinbürgerlich“ an. In seiner Theorie sind die Simulationsthese und die Nachahmungsthese und zum Teil auch die Manipulationsthese enthalten, da er das Fernsehen als Quelle für politische Unbildung, Realitätsverlust und als einen moralischen Diktator sieht.   

Alexander Roesler „Bequeme Einmischung. Internet und Öffentlichkeit“ (1997) S. 455

  • Öffentlichkeit kann nicht mehr nah ihrer Ursprünglichen Bedeutung funktionieren. Ursprünglich führte man Diskussionen von Angesicht zu Angesicht (Klubs der Aufklärung und antiker Marktplatz einer Polis).
  • Medien schoben sich zwischen den Dialog und vermitteln, diese Entwicklung führte zum heutigen Verständnis von „Öffentlichkeit“ geführt, die Öffentlichkeit der Massenmedien meint.
  • Problem: Massenmedien können nur senden, keine richtige Antwort entgegennehmen und somit kann kein öffentlicher Dialog entstehen. Öffentlich meint nur noch allen zugängliche Informationen.
  • Brechts Utopie nach einem Massenmedium das zu beiden Seiten vermittelt, also sendet und empfängt ist durch das Internet wahr geworden, die den Teil der Öffentlichkeit wieder herstellt, der den anderen Medien fehlt: die eigene Mitwirkung.
  • Zusätzlicher Vorteil des Internets ist die Auflösung des Raumes als Bedingung für Diskussion, da die Menschen von der ganzen Welt kommunizieren können.
  • Internet erfüllt drei Merkmale (Jürgen Habermann) die Öffentlichkeit erfüllen müsse:
    1. Gleichheit und Ebenbürtigkeit, die im Internet dadurch erreicht wird, das viele Vorurteile (Geschlecht, Behinderung, ethnischer Hintergrund) verschwinden, oder teils gar nicht vorhanden sind. Gleichheit wird auch erreicht, dass sich heute (in der westlichen Welt) fast jeder Internet leisten kann, was keinen ausschließt.
    2. Alles kann Gegenstand der Diskussion sein, was im Internet ganz klar der Fall ist, da alles jederzeit und von jedem neu hinzugefügt werden kann.
    3. Die Unabgeschlossenheit de Publikums, wird durch die Netzwerkeigenschaft des Internets sicher gestellt, da sich jeder an dieses Netzwerk anschließen kann.

 Richard David Precht „Die Ware Vision“ (1998) S. 454

  • Keine Aufregung mehr und Mediendiskussion die vor den Gefahren der Medien warnen: Alles Befürchtete ist eingetreten.
  • Als diese schon vorhandenen Gefahren zählt Precht auf: Medien als Gefahr für Bildung und Öffentlichkeit, gefährliche Verschiebung der Staatsfunktion, Ungleichgewicht zwischen öffentlichem und kommerziellen Interessen, kulturelle und sprachliche Homogenisierung, und zunehmende Machtkonzentration in der Hand weniger Mediengiganten. 
  • Die Verdächtigung der Medien wird jetzt von ihnen selbst übernommen (z.B. Truemanshow), denn die Medien verstünden schließlich das Geschäft mit der Angstfiktion einer allmächtigen Medienwelt selbst am besten.
  • Politik bestimmt nicht mehr Medien, sondern Medien bestimmen Politik, womit die alten Kritiken an  politisch gelenkten Medien hinfällig werden.
  • Nachfrage nach Fernsehen und Programm nimmt ab. Sender werden sich auf der Jagd nach Quoten immer ähnlicher. Fernsehkonsum der Jugend ist durch den PC ersetzt worden. Die Nachfrage entspricht nicht dem gewünschten Wachstum der Medienindustrie, die volkswirtschaftlich benötigt werde.
  • Zwiespalt zwischen Unterhaltungsproletariat und Informationselite. Entgegengesetzte Interesse von Fernsehen und PC müssen ausbalanciert werden.

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