Proteine
März 19, 2008 um 2:34 Uhr nachmittags (Biologie GK, Genetik)
(griech. protos = ursprünglich/zuerst)
- Proteine bilden mengenmäßig den größten Anteil aller organischen Verbindungen im Cytoplasma der Zelle.
- Bezeichnend ist die Vielseitigkeit ihrer Funktionen.
- Name „Eiweißstoffe“ kommt von der Ähnlichkeit ihres chemischen Verhaltens zum Eiklar des Hühnereis.
- Reservestoffe:
Proteine werden als Reservestoffe in der Vakuole pflanzlicher Zellen gespeichert. Beispiele:
- Samen der Sojabohnen
- Samen der Getreidepflanzen
- Wichtiger Bestandteil der Nahrung
- Proteine sind am Aufbau aller Zellstrukturen und der Enzyme (Biokatalysatoren) beteiligt.
- Einige Proteine sind Hormone.
Beispiel: Insulin (dessen Mangel Diabetes hervorruft)
- Proteinmoleküle bestehen aus den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff und als kennzeichnendes Element Stickstoff.
- Molekülmassenbestimmungen ergeben Werte zwischen 10 000 u 500 000 u. Demnach sind Proteinmoleküle sehr groß und werden als Makromoleküle bezeichnet.
2.1 Aminosäuren:
- Proteine sind zerlegbar in ihre Bausteine, den Aminosäuren, durch Reaktionen mit Wasser unter best. Bedingungen zb Kochen in starker Salzsäure. (Bindungen durch Aufnahme v. Wasser gespalten: Hydrolyse).
- Bau der Aminosäuren:
-ein zentrales C-Atom
-Amino-Gruppe (-NH2) (basische Eigenschaften)
-Carboxyl-Gruppe (-COOH) (Säurecharakter)
-ein Wasserstoffatom (-H)
-ein für die jeweilige Aminosäure typischer organischer Rest (-R)
- Die 20 in Proteinen vorkommenden Aminosäuren können anhand des Restes –R in vier Gruppen geteilt werden:
(Abb. S. 35.1)
-Aminosäuren mit unpolarem Rest (7)
-Aminosäuren mit polarem Rest (
-Saure Aminosäuren (2)
-Basische Aminosäuren (3)
2.2 Polypeptide:
- Carboxylgruppe (einer Aminosäure) + Carboxylgruppe à Dipeptid + Wasser
- Verbindung vieler Aminosäuren nennt man Peptidketten. Sie sind durch Peptidbindungen verbunden.
2.3 Peptidketten:
- Ab 100 Aminosäuren nennt man Peptidkette ein Protein.
- Proteine unterscheiden sich in:
-Anzahl der Aminosäuren
-Art der Aminosäuren
-Sequenz (Reihenfolge) der Aminosäuren
2.4 Strukturen:
- Aminosequenz = Primärstruktur:
Anzahl der möglichen Aminosäurekombinationen und damit Vielfalt der Proteine beträgt 10^130 (100^20), im vergleich dazu beträgt die Anzahl aller Atome in Verbindungen des Universums „nur“ 10^71
- Peptidketten liegen in verschiedenen räumlichen Anordnungen vor: = Sekundärstruktur
1. Schrauben- oder Helixstruktur(zB in den Haaren von Säugetieren)
2. Faltblattstruktur (zb beim Seidenfaserprotein der Seidenraupe)
- Raumordnung der Sekundärstruktur = Tertiärstruktur
Häufig sind die Sekundärstrukturen noch zusätzlich geschraubt und gefaltet oder anderweitig geformt.