Erzählzeit = die Zeit, in der die Geschichte erzählt bzw. gelesen wird
Erzählte Zeit = der Zeitraum, in dem das erzählte Geschehen sich abspielt
- Zeitdeckung:
Die beiden Zeiträume sind annähernd gleich, z.B. im szenischen Erzählen
- Zeitdehnung:
Die Erzählzeit ist länger als die erzählte Zeit, z.B. beim Bewusstseinsstrom
- Zeitraffung:
Die Erzählzeit ist kürzer als die erzählte Zeit, z.B. im Erzählbericht, wenn immer wieder für die Handlung unwichtige Zeitspannen übersprungen oder stark zusammengefasst wiedergegeben werden.
Umgang des Erzählers mit der Chronologie des Geschehens
A) Der Erzähler hält sich streng an die chronologische Reihenfolge der Ereignisse
B) Er greift in Vorausdeutungen nach Belieben weit vor
C) Er kann in Rückblenden Vorgeschichte und Vorraussetzungen in die laufende Handlung mit einfügen. („Flashback“)
D) Er kann Parallelhandlungen mithilfe von Montagetechniken ineinander verschachteln, dabei entstehen allerdings meist komplizierte, schwer zu überblickende Erzählstrukturen.
Zusammengefasst aus Texte, Themen und Strukturen S.147