Medien und ihr Einfluss auf die Gesellschaft

Hier ein Referat von mir und einem Mitschüler zum Thema Medien und Medienmanipulation:

Funktion der Massenmedien

  • Primäre Funktionen: (Programmauftrag, journalistisches Selbstverständnis)
    Information, Unterhaltung, Kritik oder Hilfe bei der Meinungsbildung.
  • Subsidiäre Funktionen: (sind nicht beabsichtigt)
    - Medienkonsum ersetzt zwischenmenschliche Kommunikation und
    - stellt durch „Bescheidwissen“ soziales Ansehen her.

 Informationsfunktion
Die Informationsfunktion ist die wichtigste Funktion der Massenmedien:

  • Medien vermitteln Wissen und Erfahrungen, die wir nicht persönlich machen können, z.B. weil wir nicht vor Ort sein können.
  • Die Massenmedien sorgen dafür, dass die Menschen die wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und politischen Zusammenhänge begreifen, die Demokratie verstehen und über Politik so unterrichtet sind, dass sie selbst aktiv daran teilnehmen können.

 Forderungen an die Massenmedien die sich daraus ergibt:

  • Bemühen um Vollständigkeit: Alle Interessengruppen innerhalb der Gesellschaft sollen zu Wort kommen. Zudem müssen sie objektiv und verständlich berichten.

 Funktion für das politische System
Die politischen Funktionen sind als öffentliche Aufgabe in § 3 der Landespressegesetze festgeschrieben: Die Presse erfüllt eine öffentliche Aufgabe, wenn sie in Angelegenheiten von öffentlichem Interesse Nachrichten beschafft und verbreitet, Stellung nimmt, Kritik übt oder auf andere Weise an der Meinungsbildung mitwirkt. 

  • Medien stellen Öffentlichkeit her:

- Die Massenmedien vermitteln die Stimmung in der Bevölkerung und sind umgekehrt Sprachrohr für die Parteien.   
- Erwartungen der Bürger werden thematisieren       
- sowie Entscheidungen des politischen Systems
à Teilnahme der Bürger am politischen Prozess wird ermöglicht  

  • Die Medien haben eine Kritik- und Kontrollfunktion:

- Möglichkeit zur Kritik an den Machtträgern: Opposition und anderen Interessengruppen können sich öffentliches Gehör verschaffen.           
- Medien kritisieren und kontrollieren selbst Staat, Gesellschaft oder
andere Presseorgane, z. B. durch investigative Recherchen oder Kommentare zu aktuellen Themen. à Medien als vierte Gewalt im Staat. 

Funktion für das ökonomische System
- Medien fungieren als Motor für den Wirtschaftskreislauf durch Werung/Werbeanzeigen    oder auch durch Beiträge (z.. über Modetrends)
- Gefahr durch Einfluss der Wirtschaft an Unabhängigkeit und Seriosität 

Funktion für die Gesellschaft
- Vermitteln, Rollenverhalten, gesellschaftliche Werte und Normen(Sozialisationsfunktion)
- Erholungsfunktion und Flucht aus der Realität (Eskapismus) 

Manipulation durch Medien 

  • ist die verzerrte Darstellung der Realität, durch eine bestimmte Vorauswahl bzw. die Art der Berichterstattung von Journalisten und Nachrichtenproduzenten.
  • sowie die daraus folgende verzerrte Wahrnehmung der Medienkonsumenten.
  • Abzugrenzen von der faktischen Fälschung (also z. B. Inszenierung von Bildmotiven oder nachträgliche Manipulation von Fotografien oder Videos).
  • Medienmanipulation durch den Staat ist in Ländern mit staatlich gelenkter Presse üblich. (Zensierung, keine Pressefreiheit)  
  • Mögliche Manipulatoren: Journalisten, Verlage/Eigentümer, Werbeindustrie, aber auch Parteien, Lobbies, Verbänd
  • Manipulation ist oft ein Vorwurf gegen Medien, die eine andere Meinung, als die eigene, vertreten. Beispiele hierfür sind: 
     - Vorwurf von Kurt Ziesel („Die Meinungsmacher“) die Zeit sei das Organ des Rufmordes und der Manipulation.
    - Günter Wallraff („Der Aufmacher“) bezeichnet die Manipualtion der Bild als das „Bild-System“

 Methoden:
Eine absoluten Objektivität und Neutralität der Medien ist unmöglich. Eine gewisse Manipulation ist also bei einer Darstellung schon aus technischen Gründen unvermeidbar. 
Selektion:
Durch masse an Nachrichten und Informationen muss eine Vorauswahl getroffen werden. Durch einseitige Selektion kann ein Zerrbild der Realität entstehen.  
Tendenziöse Berichterstattung:
Journalisten müssen unterschiedlichen Positionen und Argumenten eine Gewichtung geben, um unterschiedliche Relevanz deutlich zu machen.Eine falsche, verzerrte Gewichtung bezeichnet man als tendenziöse Berichterstattung. Allerdings können Medien bewusst Position beziehen, dann ist ihre Berichterstattung nicht manipuliert sondern ein Ausdruck der Meinungsfreiheit der Redaktion.  
Manipulation durch Sprache:
Negative oder positiv belegte Begriffe bewusst nutzen, um eine Sache in ein bestimmtes Licht zu Rücken.  

Maßnahmen gegen Manipulation:

  • Ehrenkodex von Journalistenverbänden (Pressekodex) regeln, dass nicht gegen die Berufsethik der Journalisten verstoßen wird.
  • Gesetzliche Regelungen um für Ausgewogenheit zu sorgen/zu erzwingen
  • Medienwettbewerb/konkurrenz sorgt für Gegenöffentlichkeit

   Mediendemokratie  

Politische Entscheidungen/Aussagen/Präsentationen orientieren sich an Massenmedien/Zuschauern
à politische Veranstaltungen werden teilweise zur Inszenierung/Show     (Fernsehduelle,Wahlparteitage)
à politische Themen werden sogar an Massenmedien angepasst 

Medien als „vierte Gewalt“ (Kontrollinstanz):
-         bilden Schnittstelle zwischen Bürgern und Politik durch Berichterstattung-         überwachen Politiker durch Rechercheà  verhindern politischen Machtmissbrauch 

private Medienanstalten:
- auf hohe Quoten, d.h. Zuschauer, angewiesen
- Themen werden vereinfacht präsentiert, müssen für ein breites Publikum zugänglich seinà reißerische Schlagzeilen -> Blickfänge (auch zB Boulevardzeitungen mit großen Überschriften) 

Watergate-Affäre als Beispiel des Triumphs einer „vierten Gewalt“: 
Reihe von Missbräuchen von Regierungsvollmachten (1969 -1974)à Richard Nixons (Republikaner) Rücktritt Beginnt mit dem Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex (Hauptquartier der demokratischen Partei), bei dem 5 Männer verhaftet wurden, die Wanzen anbringen und Dokumente fotografieren sollten. Das FBI fand bei Ermittlungen Beweise, die bis Nixon zurückgeführt werden konntenErmittlungen der Justiz wurden verzögert, bzw. teilweise sogar verhindertà Vertrauenskrise der Staatsführung und der Bürger. 
Washington Post vermutete schon 1972 eine große Verschwörung, bekam dafür im Nachhinein den Pulitzer Preis. 

Vieles hier stammt auch von der lieben Wiki ;) (Also Wikipedia).  

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