Abiotische Faktoren

Physikalische Faktoren:

Wind

Relief

Strömung

 

Chemische Faktoren:

Nährsalzgehalt (Phosphor, Nitrate, Sulfate)

Salinität (Salzgehalt)

Wasserhärte

Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidgehalt

pH-Wert

 

Klima:

Licht

Temperatur

Wasser/Niederschlag

Relative Luftfeuchtigkeit

Luftdruck

 

Physiologische und ökologische Potenz:

 

Physiologische Potenz: 

Toleranzbereich ohne Konkurrenz

 

Ökologische Potenz:

Bereich, in dem ein Organismus wenig Konkurrenz hat, der aber in seinem Toleranzbereich liegt. Ein Organismus könnte z.B. auch in anderen Gebieten vorkommen, wurde dort aber von der Konkurrenz verdrängt.

 

Zeigerorganismen (Bioindikatoren):

Organismen, die für einen bestimmten Umweltfaktor stenopotent sind. Diese Eigenschaft ist also durch eine geringe physiologische oder ökologische Potenz bezüglich dieses Faktors bedingt. Durch diese Organismen kann man in Biotopen Rückschlüsse auf die dort herrschenden Umweltverhältnisse schließen.

 

Umweltfaktor Wärme:

 

Ektotherm:

Vorteil à brauchen z.B. keine Nahrung während der Kältestarre im Winter, da ihr Stoffwechsel auf „Sparflamme“ läuft. Somit sind sie nicht der Gefahr des Verhungerns ausgesetzt.

Nachteil à Können z.B. bei niedrigen Außentemperaturen nicht weiter aktiv sein, sterben Kältetod oder verfallen in Kältestarre.

 

Endotherm:

Vorteil à Können auch bei niedrigen Außentemperaturen aktiv sein.

Nachteil à Brauchen viel Nahrung, um die nötige Wärmeenergie zu erzeugen. Damit ist die Gefahr des Verhungerns gegeben, wenn vor allem im Winter wenig Nahrung vorhanden ist.

 

 

ALLENsche Regel

Gleichwarme Tier haben in kalten Klimazonen kleinere Extremitäten als nahe verwandte Arten in warmen Klimazonen.

Warme Gebiete: größere Extremitäten, um mehr Oberfläche zum abkühlen zu haben

Kalte Gebiete: kleinere Extremitäten, um weniger Oberfläche zum abkühlen zu haben

 

 

BERGMANNsche Regel

Gleichwarme, nahe verwandte Tiere sind in wärmeren Klimazonen kleiner als in kälteren. Kleinere Körper kühlen schneller aus, da ihre Oberfläche im Verhältnis zum Volumen größer ist als bei großen Tieren.

Warme Gebiete: kleiner, größere Oberfläche im Verhältnis zum Körpervolumen

Kalte Gebiete: größer, kleine Oberflächen im Verhältnis zum Körpervolumen

 

 

Überwinterungsstrategien bei Tieren

 

Winterstarre: ektotherme Tiere fallen bei Kälte in eine Winterstarre

 

 

Alkohole: Manche Insekten benutzen Alkohole als Frostschutzmittel

 

 

Saisonale Wanderung / Zugvögel: z.B. manche Vögel oder Rentiere

 

 

Winterruhe: 

- ruhiges Verhalten

- ~37°C Körpertemperatur

- Prinzip: geringer Energieverbrauch, von Vorräten leben

- Aktivität: erhöhte Stoffwechselaktivität

-Beispiele: Reh, Eichhörnchen, Bär

 

 

Winterschlaf: 

- Schlaf

- abgesenkte Körpertemperatur auf ~ 5°C

- Prinzip: Profitieren von der RGT-Regel

- Beispiele: Murmeltiere, Igel, Fledermaus

 

 

Wirkungsgesetz der Umweltfaktoren:

Die Häufigkeit einer Art wird von dem Faktor bestimmt, der am weitesten vom Optimum entfernt ist. (nach Justus Liebigs Minimumgesetz)

Oder: Diejenigen Faktoren, die am meisten vom Optimum abweichen, bestimmen am stärksten, wie eine Lebensgemeinschaft nach Art und Zahl zusammengesetzt ist.

 

 

 

5 Kommentare

  1. max sagte,

    April 13, 2008 um 12:24

    Kann mir einer bei Winterschlaf den Punkt erklären :
    - Prinzip: Profitieren von der RGT-Regel

    ?

  2. annäna sagte,

    April 13, 2008 um 12:47

    „Reaktionsgeschwindigkeits-Temperatur-Regel (RGT-Regel)

    Bei einem Temperaturanstieg um 10°C steigt die Reaktionsgeschwindigkeit (innerhalb des Toleranzbereiches) um das zwei- bis dreifache.

    -Henricus van’t Hoff 1884″

    ~~zu finden unter biologische Grundgesetze bei –> Ökologie :)

  3. max sagte,

    April 13, 2008 um 3:59

    jaja schon klar was das ist … aber wie profitieren die denn während des winterschalfes davon? verbrauchen die dann weniger energie?

  4. annäna sagte,

    April 13, 2008 um 4:28

    ja, genau so….deshalb müssen die ja auch nichts essen, die „warmen“ Tiere aber schon, weil sie Energie zum Warmhalten brauchen.

  5. abistokratin sagte,

    April 13, 2008 um 5:21

    Da die Tiere ihre Temperatur senken, senkt sich auch die Reaktionsgeschwindigkeit bei allen Körpervorgängen. Das ist der Umkehrschluss der RGT-Regel. Da die Reaktionsgeschwindigkeit abnimmt, brauchen die Tiere auch weniger Energie.


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