Biologische Grundgesetze
April 12, 2008 um 2:48 Uhr nachmittags (Biologie GK, Ökologie)
Wirkungsgesetz der Umweltfaktoren
Die Häufigkeit einer Art wird von dem Faktor bestimmt, der am weitesten vom Optimum entfernt ist. Oder: Diejenigen Faktoren, die am meisten vom Optimum abweichen, bestimmen am stärksten, wie eine Lebensgemeinschaft nach Rat und Zahl zusammengesetzt ist.
Minimumgesetz von Liebig (1862)
Der Erteertrag wird von dem Nährstoff bestimmt, an dem es im Ackerboden am meisten mangelt.
Reaktionsgeschwindigkeits-Temperatur-Regel (RGT-Regel)
Bei einem Temperaturanstieg um 10°C steigt die Reaktionsgeschwindigkeit (innerhalb des Toleranzbereiches) um das zwei- bis dreifache.
-Henricus van’t Hoff 1884
Biozönotische Grundregel
- Einseitige Lebensbedingungen führen zu Artenarmut bei großer Individuenzahl der einzelnen Arten.
- Biotope mit vielseitigen Lebensbedingungen ermöglichen eine hohe Artendichte mit jeweils geringer Individuenzahl
ALLENsche Regel
Gleichwarme Tier haben in kalten Klimazonen kleinere Extremitäten als nahe verwandte Arten in warmen Klimazonen. Ohren oder andere Extremitäten sind bei Verwandten in Wärmeren Gebieten oft groß, um viel Oberfläche zum Abkühlen zu haben. In kälteren Gebieten sind die Extremitäten kleiner.
Warme Gebiete: größere Extremitäten, um mehr Oberfläche zum abkühlen zu haben
Kalte Gebiete: kleinere Extremitäten, um weniger Oberfläche zum abkühlen zu haben
BERGMANNsche Regel
Gleichwarme, nahe verwandte Tiere sind in wärmeren Klimazonen kleiner als in kälteren. Kleinere Körper kühlen schneller aus, da ihre Oberfläche im Verhältnis zum Volumen größer ist als bei großen Tieren. Tiere sind in kalten Regionen generell größer. Kleine Körper kühlen schneller aus. Bei großen Körpern ist die Oberfläche im Verhältnis zum Volumen klein, daher gibt es wenig Wärmeverlust.
Warme Gebiete: kleinere Tiere, größere Oberfläche im Verhältnis zum Körpervolumen
Kalte Gebiete: größere Tiere, kleine Oberflächen im Verhältnis zum Körpervolumen
Lotka – Volterrasche Regeln
1. Die Populationen von Räuber und Beute schwanken periodisch und phasenverschoben.
2. Langfristig bleiben die Mittelwerte der Populationen trotz der Schwankungen konstant.
3. Nach einer gleich starken Verminderung beider Arten nimmt die Beutepopulation schneller zu als die des Räubers, denn der Räuber wird doppelt geschädigt:
1. Verlust der Paarungspartner
2. Verlust der Nahrungsgrundlage (Beute)
Die Beute hingegen kann sich schnell wieder erholen, da ihr nicht die Nahrungsgrundlage genommen wurde.
[4. Vermehrter Schutz der Beute lässt auch den Räuber profitieren.]