Ökosystem Fluss (Fließgewässer)

 

 

Gliederung:

  • Quelle: nahezu konstante Temperatur von 5°-10°C
  • Oberlauf: Temperaturschwankungen von 0°C (Winter) bis über 20°C (Sommer)
  • Mittellauf
  • Unterlauf
  • Mündung

 

Fließgeschwindigkeit und Sedimente:

  • Bei starkem Gefälle liegt im Oberlauf meist eine sehr hohe Fließgeschwindigkeit vor, während im Unterlauf meist eine langsame Fließgeschwindigkeit vorzufinden ist.
  • Stellen mit hoher Fließgeschwindigkeit: Steine und grober Kies als Bachsediment
  • Stellen mit niedriger Fließgeschwindigkeit: feinere Kiesbestandteile als Sediment, vor allem im Unterlauf vor allem Sand und Schlick.

 

Sauerstoffgehalt:

- Wird beeinflusst durch…

  • Wassertemperatur
  • Fließgeschwindigkeit
  • Turbulenzen
  • Mikroorganismen

- Quellbereich: Sauerstoffgehalt gleich niedrigem Wert des Grundwasser

- Oberlauf: fast immer 100% Sauerstoffsättigung

 

Güteklassen

 

Güteklasse I:

  • sauber, nährstoffarm, sauerstoffreich
  • geringe Individuendichte bei Einzellern und Bakterien
  • wenig organische Stoffe, geringer biochemischer Sauerstoffverbrauch

 

Güteklasse III-V (Abwässereinleitung)

·        stark verschmutzt, erhöhter Trübungsgrad, sehr viele Nähr- und Abfallstoffe

·        hohe Konzentration organischer Stoffe, hoher biochemischer Sauerstoffbedarf

·        Dichte der Bakterien und Einzeller steigt rapide

·        Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt drastisch, sodass empfindliche Aerobier ersticken

·        hohe Konzentration an Methan, Schwefelwasserstoff, Ammoniak, Ammonium- sowie
Phosphat-Ionen, unter Sauerstoffmangel werden Nitrat- zu Nitrit-Ionen bzw. Ammoniak reduziert.

 

 Selbstreinigung

  • Im verschmutzen Gewässer führen natürliche Selbstreinigungsprozesse zum Abbau der organische Stoffe.
  • Organische Verschmutzung, Bakteriendicht, biochemischer Sauerstoffbedarf, sowie Nährsalzkonzentrationen nehmen stromabwärts langsam ab.
  • Algendichte und Sauerstoffgehalt nehmen zu.
  • Oxidierende Abbauprozesse führen zur vollständigen Oxidation von organischen und anorganischen Stoffen.
  • Zur Selbstreinigung ist also immer Sauerstoffzufuhr nötig. Der Abbau organischer Verbindungen erfolgt durch pflanzliche, tierische und bakterielle Organismen (Saprobionten) bei gleichzeitigem Verbrauch von Sauerstoff.
  • Die Algendichte geht unter anderem durch Verdünnungsprozesse zurück, sodass sich die Verhältnisse wieder dem unbelasteten Wasser annähern.
  • Etwas weiter definiert umfasst die Selbstreinigung folgende Aspekte:
    • Mikrobiell:
      mikrobiologische Umwandlung von organischen und anorganischen Stoffen
    • Chemisch:
      Auflösungs- und Ausfällungsprozesse, Umwandlung von organischen und anorganischen Stoffen
    • Physikalisch:
      Verdünnung, Sedimentation, Filtration und Ausgasung

 

 

Einen Kommentar hinterlassen